Druck oder Vertrauen – was motiviert Menschen wirklich?

Shownotes

Wie entsteht echte Motivation im Team – und warum führt Druck langfristig genau zum Gegenteil? In dieser Folge von Führungskreise sprechen Stefanie Brinks und ihr Gast offen über eigene Erfahrungen mit klassischen Führungsstilen, über Angst, Fehlerkultur und darüber, warum „Dienst nach Vorschrift“ oft ein stiller Hilfeschrei ist.

Es geht um die Wirkung von Vertrauen, Wertschätzung und Freiheit, um psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und um die Frage, warum Geld zwar wichtig ist, aber selten der entscheidende Motivator. Die beiden zeigen, warum individuelle Führung heute unverzichtbar ist, weshalb Fehler Lernen ermöglichen sollten und wie Führungskräfte Räume schaffen können, in denen Menschen wachsen, Verantwortung übernehmen und wirklich kreativ werden.

Eine inspirierende Folge für alle, die Führung neu denken wollen – menschlich, wirksam und zukunftsfähig.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Führungsreise, der Podcast für innovative Führung und visionäres Management von und mit Stephanie Brings.

00:00:11: Wir versuchen immer bestmögliche Leistungen von allen im Team zu bekommen und das heißt, ja, es braucht entsprechend Motivation und ich weiß nicht, wie es dir geht.

00:00:22: Ich hatte gleich so am Anfang meiner beruflichen Laufbahn so ein Kolariker und also man würde heute sagen, wie gesagt, Führung der achtziger Jahre.

00:00:30: Das heißt jemand, der wirklich Druck, Druck, Druck ausgeübt hatte.

00:00:34: Und ich habe schon in sehr jungen Jahren gelernt, nee, das funktioniert überhaupt nicht.

00:00:39: Der Druck führt eigentlich dazu, dass alle Dienst nach Vorschrift machen.

00:00:44: Ja, das stimmt.

00:00:45: Druck macht klein, also Dienst nach Vorschrift, wobei es gibt ein Unternehmer aus Amerika.

00:00:51: Ich weiß den Namen nicht mehr.

00:00:52: Da hatte man Druck erzeugt, ja, und Angst führen.

00:00:56: oder nicht vertrauen.

00:00:57: Kurzfristig sind die Ergebnisse gleich, aber langfristig nicht.

00:01:01: Und ich finde Druck, wenn man jetzt selber mal oder die Hörer mal die Übung macht, wenn man Druck kriegt, vielleicht die Situation aus dem Beruf, das macht klein, das macht eng.

00:01:12: Und da kann man gar nicht kreativ sein, weil wenn ich unter Angst oder Druck bin, bin ich eng und zu.

00:01:19: Und kann nur noch vielleicht so Tunnelblick meine Pflichtaufgaben erledigen.

00:01:24: Aber wenn ich jetzt Mit Inspiration und Vertrauen führe, dann macht das weit.

00:01:33: Und man ist kreativ.

00:01:37: Unbringt bessere Leistung.

00:01:38: Wir haben natürlich alle einen gewissen Druck, den gibt es einfach.

00:01:42: Es muss irgendetwas zu bestimmten Terminen fertig werden.

00:01:44: Also wir reden jetzt hier wirklich nicht über solche Dinge, sondern ... Nein.

00:01:47: wirklich um Druck auszuüben, um mehr rauszuholen oder vielleicht eine Schnelligkeit oder vielleicht auch über die Grenzen des Menschen zu gehen und das ist die Nummer, die nicht funktioniert.

00:01:59: Blachfestig nicht, nein.

00:02:00: Also denke ich nicht, weil die Produktivität wird sich nicht erhöhen dadurch und die Menschen werden nicht glücklicher bei der Arbeit dadurch und dadurch werden sie auch nicht besser arbeiten.

00:02:09: Weil du hast gerade das Stichwort gegeben, das macht es hüb bei manchen Menschen oder bei sehr vielen Menschen, dass sie denn Angst haben, Fehler zu machen.

00:02:16: Und das ist genau der Stellpunkt, wo es dann beginnt.

00:02:19: Ich halte mich exakt an die Regeln und damit also wirklich hundertprozentig.

00:02:23: Und dann werden wir halt unproduktiv.

00:02:24: Ja, und Angst macht doch krank.

00:02:26: Also ich kenne einige Mitarbeiter aus meinem angestellten Verhältnis noch.

00:02:32: Die waren dann auch krankgeschrieben beim Psychologen, weil der Vorgesetzte dermaßen ... Ja, das ging schon ins Mobbing rein, aber auch Druck und alles gemacht hat, dass sie das auch nicht standgehalten haben.

00:02:45: Und etwas, was dann bei dieser Geschichte auch untergeht, ist natürlich, wenn wir motivierte Menschen bei der Arbeit haben, dann bekommen wir konstruktive Vorschläge, dann bekommen wir Ideen, wie wir Dinge besser machen können.

00:02:55: Und da wollen wir hin.

00:02:57: Ja, ich sage mal, Motivation ist ja auch, den Menschen etwas zuzutrauen, weil wir Menschen wollen ja ein Teil einer Gemeinschaft sein, wir wollen einen Beitrag leisten.

00:03:05: Und wenn mein Vorgesetzter mir ... etwas zutraut, dass ich bearbeiten oder erarbeiten soll, wo ich dann selber auch wachse.

00:03:14: Das ist doch ein tolles Gefühl.

00:03:15: Und wenn ich dann noch Wertschätzung kriege für meine Arbeit, das ist die seelische Lohntüte.

00:03:20: Wir arbeiten nicht nur für Geld, also auch für Geld.

00:03:22: Aber Wertschätzung ist die seelische Lohntüte.

00:03:25: Wir wollen doch wichtig sein.

00:03:27: Wir wollen ja, wir wollen ein Teil sein.

00:03:30: Also ich kenne ganz viele Menschen, die sich bewusst gegen eine schlechter für eine schlechter bezahlte Position entschieden haben, weil die Rahmenbedingungen stimmen.

00:03:42: Also ich glaube tatsächlich, Geld ist ein Motivationsfaktor, aber es ist in den meisten Fällen nicht der entscheidendste.

00:03:48: Es ist nur einer.

00:03:50: Vielleicht nicht mehr.

00:03:51: Früher war es ganz wichtig, also klar, das Geld, dann war es ein tolles Büro, ein toller Firmenwagen.

00:03:57: Und was ich jetzt so sehe, ist natürlich Geld.

00:04:00: Ist ein Faktor.

00:04:01: Aber die Menschen wollen jetzt lieber gerade die junge Generation, lieber Workation oder flexibles arbeiten.

00:04:09: Also da ist jetzt diese Status-Symbol haben sich verändert.

00:04:12: Wir kommen noch mal zum Thema Druck.

00:04:14: Das ist nämlich diese Angst, die da eine Rolle spielt.

00:04:16: Aber tatsächlich machen wir Fehler beim Arbeiten.

00:04:19: Also das heißt, auch ich und auch du, also irgendwas machen, wir machen Fehler.

00:04:23: Und das Schöne ist, Wenn jeder in einer Struktur diese Fehler zugeben kann, dann hat man die Chance tatsächlich nachzuschauen, hey, warum ist das passiert?

00:04:33: Lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass wir diesen Fehler nicht mehr machen.

00:04:37: Und ich glaube, das ist die größte Motivation, die du haben kannst, wenn du auch sagst, ich darf Fehler machen und ich werde auch von meiner Führungskraft gedeckt.

00:04:44: Wichtig ist halt, den Fehler nicht ein zweites Mal zu machen.

00:04:47: Daraus zu lernen, aber das ist ganz wichtig, als Führungskraft auch hinter den Mitarbeiter zu stehen.

00:04:53: Weil wir machen alle Fehler, wir dürfen alle lernen.

00:04:56: Wir sind keine Maschinen.

00:04:57: Selbst da passieren Fehler.

00:04:59: Und ich kann das... Ich weiß nicht, wie das... Ich war nicht so ganz lange angestellt, aber du hast es ja auch erlebt.

00:05:07: Wann war man am besten motiviert?

00:05:08: Das heißt, eigentlich dann, wenn ich sehr viele Freiheiten hatte, wenn ich sehr viele Dinge machen konnte, wenn ich auch mal eigenständig eine Entscheidung mit der Verantwortung, die dazu gehört, natürlich treffen kann, dann sind wir motiviert und fühlen uns gut.

00:05:21: Ja, also das ist ja eine Typfrage, ne?

00:05:22: Also bei mir wäre es so angestellt, falls wir bei mir nicht funktionieren.

00:05:25: Ich bin nur erfolgreich, wenn ich frei bin und selber entscheiden kann.

00:05:28: Mit allen Konsequenzen.

00:05:30: Ich muss mir auch den Tag selber einteilen dürfen.

00:05:34: Ja, deswegen

00:05:35: sind wir da, wo wir sind.

00:05:36: Ja, aber es ist wichtig, es geht ja nicht um Arbeitszeit, also gerade wir selbst stimmen können.

00:05:41: Es geht um Produktivität.

00:05:42: Wenn ich produktiv gearbeitet habe, meine Arbeit ist erledigt, dann nehme ich mir auch raus, etwas rauszugehen oder in den Sport zu gehen oder etwas für mich zu machen.

00:05:53: Ja, genau so ist das.

00:05:54: Und das ist dann natürlich auch unsere Motivation.

00:05:57: Ja,

00:05:58: aber dafür arbeiten wir halt auch mal am Wochenende.

00:06:01: Genauso ist das.

00:06:02: Und ich glaube, so sollte man auch, das war ja auch so Thema auch in den letzten Folgen.

00:06:06: Ich glaube, das ist das, warum wir individuell mit jedem auch ein bisschen anders umgehen müssen.

00:06:11: Weil jeder natürlich auch etwas anders tickt.

00:06:13: Der eine braucht vielleicht ein bisschen mehr Führung, der andere braucht etwas mehr Freiheit.

00:06:18: Aber das ist gerade die große Geschichte.

00:06:20: So motivieren wir natürlich jeden individuell auch.

00:06:24: Ja, das ist ein guter Punkt, weil es gab immer die Führungsstile.

00:06:27: Ich denke, nein, es gibt nicht den Führungsstil, es geht das.

00:06:30: Ich bin authentisch und bin so sensibel durch Ausbildung oder vielleicht liegt es mir auch schon in die Wiege gelegt, dass ich gucken muss, wer braucht was.

00:06:42: Den einen muss ich laufen lassen, weil sonst kriegt er die Krise und ist nicht mehr produktiv.

00:06:48: Und der andere, der tut sich schwer, den muss ich ein bisschen mehr unterstützen.

00:06:52: Und das ist, glaube ich, auch ein Schlüssel, das man individuell führt.

00:06:56: Und da können natürlich auch diese ganzen mentalen Techniken, die du drauf hast, natürlich helfen.

00:07:01: Dazu gibt es auch eine Online-Akademie, einmal für Frauen und speziell und dann für Führersgreifter.

00:07:08: Okay, das ist jetzt noch mal eine spannende, tatsächliches Thema Frau.

00:07:12: Ich glaube, muss da irgendwas anders gedacht werden beim Thema Motivation.

00:07:16: oder funktioniert das genau so?

00:07:19: Ich befürchte fast sogar, dass Männer mit dem Druck etwas länger zurechtkommen, wenn der passiert, ne?

00:07:25: Ich glaube, dazu können wir eigentlich noch eine extra Folge machen.

00:07:28: Okay, dann nehmen wir mal vielleicht dieses Thema einfach noch mal mit und sprechen noch mal in Kürze darüber.

00:07:34: Ja.

00:07:35: Wenn du spürst,

00:07:36: dass da mehr sein darf als nur funktionieren, dann bleib dabei, abonniere den Podcast und komm mit auf die Führungsreise.

00:07:44: Der Podcast für innovative Führung und visionäres Management von und mit Stefanie Brings.

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