„Warum Nein sagen ein Akt der Selbstführung ist“

Shownotes

In dieser Folge der Führungsreise geht es um ein Thema, das vielen schwerfällt und dennoch entscheidend für gute Führung ist: gesunde Grenzen setzen.

Wir sprechen darüber, warum ein Nein kein Verlust bedeutet, sondern oft mehr Respekt, Klarheit und Selbstfürsorge schafft. Erfahrungen aus dem Führungsalltag zeigen: Wer klare Grenzen setzt, wird sichtbarer und ernst genommen.

Du erfährst:

warum wir oft über unsere eigenen Grenzen gehen

wie subtile Grenzverletzungen entstehen

welche Rolle Selbstwert, Haltung und Körpersprache spielen

wie du im Kleinen beginnen kannst, Grenzen zu üben

wie du dich auf Situationen vorbereitest, in denen ein Nein wichtig ist

warum ein klares Nein ein Ausdruck innerer Stärke ist

Diese Episode unterstützt dich dabei, bewusster zu führen – mit mehr Klarheit, Selbstvertrauen und gesunder Abgrenzung.

Wenn Führung für dich mehr bedeutet als nur funktionieren, dann ist diese Folge für dich.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Führungsreise,

00:00:02: der Podcast für innovative Führung

00:00:05: und visionäres

00:00:06: Management von

00:00:07: und mit Stefanie Brings.

00:00:10: Heute geht es um ein Wort, das habe ich auch lange lernen müssen.

00:00:13: Es geht um ein ganz wichtiges Thema, nämlich um Grenzensätzen, warum man Grenzensätzen muss und es manchmal so wichtig ist.

00:00:23: Aber fangen wir vielleicht mal an.

00:00:24: Warum ist Grenzensätzen für die Selbstfürsorge so wichtig?

00:00:27: Wenn einer Grenzen überschreitet, dann greift er uns hier an.

00:00:30: Also das ist ja dann ein Überschreiten von Grenzen.

00:00:34: Wie sagt man bei Dirty Danny, mein Tanzbereich und dein Tanzbereich?

00:00:38: Und es geht ja auch gegen einen selber.

00:00:39: Das ist ja meistens dann auch entweder man ausgenutzt oder Grenzen des Respektes, wo man vielleicht beleidigt wird oder, sage ich mal, kleiner gemacht wird.

00:00:51: Das geht ja auch gegen einen selbst.

00:00:52: Das macht ja was mit einem.

00:00:54: Jetzt hast du aber im Alltag ja auf die Situation, was man sieht, du versuchst auf der Karriereleiter nach oben zu kommen, du versuchst gute Geschäfte zu machen und dann fängt es ja manchmal an, dass du ein schlechtes Gefühl kriegst, wenn du jetzt nein sagst, weil was könnte dann das für Konsequenzen haben?

00:01:11: Das triggert ja in uns mit.

00:01:14: Das triggert mit, dann kommt noch dieses Jahr, ich will ja gemocht werden, wir Menschen wollen ja geliebt werden und wir haben ja auch Angst für Ausgrenzung.

00:01:23: Ich hatte damals zum Beispiel in der Bank, habe ich Englisch gesprochen, habe ich die ganzen englischsprachigen Kunden.

00:01:29: Dann habe ich Versicherungsbereich gemacht, das hat mehr Spaß gemacht.

00:01:32: Aber ich meine, es kann nicht sein, dass ich das Gleiche verdienen habe, drei Zusatzjobs und jemand, der das Gleiche verdient hat, keine Zusatzjobs.

00:01:39: Das ist auch.

00:01:40: Aber das war ja auch ein Prozess, wo ich hin musste.

00:01:41: Und dann war eine Veranstaltung, wo ich eigentlich nur zu übersetzen hin musste im Bereich Baufinanzierung.

00:01:47: Weil das von der Europäischen Zentralbank, die Mitarbeiter sind informiert worden, wenn sie sich hier Häuser kaufen und so.

00:01:53: Und da haben die Banken sich im Saal davor präsentiert.

00:01:56: Ja, von der Baufinanzierung wollte keiner mitkommen.

00:01:59: Nee, ich habe nicht und ich nicht und ich und ich bin den hinterher gelaufen.

00:02:02: Und irgendwann habe ich das so.

00:02:03: jetzt zu Schluss.

00:02:05: Ich bin hier, ich habe das probiert.

00:02:08: Ich will wegen Übersetzungen mitkommen, das ist meine Freizeit.

00:02:11: Aber ich laufe jetzt auch nicht hinterher.

00:02:14: Da gab es so ein bisschen ... Ärger, glaube ich, und dann dachte ich erst, oh Gott, jetzt bist du durch, ne?

00:02:20: Jetzt hast du deine Kollegen gegen dich.

00:02:23: Aber genaues Gegenteil ist passiert.

00:02:25: Die haben mich auf einmal mehr respektiert.

00:02:27: Und das war eine sehr interessante Erfahrung.

00:02:29: Das ist auch durch mein Erlebnis, dass wenn man Nein sagt, dass es auch oft sich positiv dreht, weil man sagt ja nicht Nein aus irgendeinem einfachen Grund, sondern... Vielleicht hat man schon genügend zu tun, man hat schon genügend Aufgaben oder keine Ahnung, man ist der Nummer vielleicht auch bewusst noch nicht gewachsen und braucht noch Informationen.

00:02:51: und deswegen ist es auch erlaubt, wenn das Gefühl sagt nein, es ist auch erlaubt, nein zu sagen.

00:02:56: Ja, und es ist wirklich interessant, dass man, wenn man Grenzen, gesunde Grenzen natürlich setzt, dass man wirklich mehr respektiert wird, weil die merken auch mit der oder mit dem können wir nicht machen, was wir gerade wollen.

00:03:09: Und wenn man zu oft ja sagt, dann hat das natürlich ja auch negative Konsequenzen.

00:03:13: Das heißt, ja, wir kommen irgendwann in die Erschöpfung und was da alles so mit ranhängt.

00:03:19: Ja, und das ist ja so alles, was so unangenehm ist, wird dann oft auf diese Person abgeschoben, ne?

00:03:23: Auch das ist, ne?

00:03:24: Wenn man weiß, der sagt ... Wo sind

00:03:26: die Menschen?

00:03:27: Wie seht ihr das so?

00:03:28: Und denken, ach, das kann man dem jetzt noch nicht geben oder ihr?

00:03:30: Na, die hat ja schon so viel ... Nein, der Mensch ist da irgendwie anders gestrickt.

00:03:34: Hauptsache selber hat man's los.

00:03:36: Müsst es jetzt vielleicht noch einordnen, es geht hier ganz ganz bewusst nicht darum, dass man Arbeit auf andere abwälzt, sondern es geht darum, man hat genügend zu tun und es ist einfach jetzt ein Punkt, ich kann es nicht noch zusätzlich und dann ist es einfach ehrlich und fair auch nein zu sagen.

00:03:52: Ja, nein, das schaffe ich nicht oder wie man das auch ausdrückt oder sagen hier können wir gucken, hier im Team sind noch andere, die haben keine Zusatzaufgaben, dann können wir das vielleicht auf mehreren Schultern verteilen.

00:04:04: Kommt ja immer auf die genaue Situation.

00:04:06: So, wie können wir das denn üben?

00:04:08: Gibt es da kleine Möglichkeiten?

00:04:09: Das war einfach vielleicht im kleinen Anfang, weil das ist ja oft hilfreich.

00:04:14: Ich würde immer im kleinen Anfang, sind ja manchmal auch so subtile Grenzen, die wir schritten werden.

00:04:19: Also erstmal ein Bewusstsein dafür schaffen.

00:04:21: Das ist, glaube ich, der erste Schritt, dass man einfach mal seine Begegnungen reflektiert und überlegt, ist das okay für mich?

00:04:31: Und dann einfach ja bei kleinen Sachen üben und sagen und dann diese Grenze setzen.

00:04:37: im freundlichen Ton.

00:04:39: Und dann zu gucken, wie geht es mit damit?

00:04:41: Wie reagiert das Umfeld darauf?

00:04:43: Das sind immer sehr interessante Erfahrungen, weil, wie gesagt, ich dachte auch, ich werde dann nicht mehr geliebt, aber es ist genau das Gegenteil geschehen, dass ich mehr respektiert wurde.

00:04:52: Welche Schritte gibt es denn, um sich bewusst abzugrenzen?

00:04:55: Das heißt, was kann ich tun, damit ich jetzt nicht vielleicht in einer Situation überfahren werde?

00:05:01: Wie bereite ich mich vor, wenn ich jetzt sage, hey, da kommt was auf mich zu und ich möchte diesmal nein sagen?

00:05:08: Ich will nein sagen, ist besser.

00:05:10: Okay, man weiß es schon.

00:05:11: Also ich würde sonst generell immer sagen, dass man vergangen Situationen mal reflektiert und zu gucken, wie habe ich reagiert, wie hätte ich gerne reagiert?

00:05:19: Und dann... sag ich mal, in sich gehen, die Körperhaltung, gerade Körperhaltung haben, selbstbewusst sich wirklich selber sagen, nein, ich werde das, wenn es schon ansteht, was du gerade gesagt hast, ich werde es freundlich ablehnen mit der sachlichen Begründung, zum Beispiel.

00:05:39: Und dann auch im Schritt beobachten, wie reagiert mein Umfeld.

00:05:44: Und ich würde auch mit kleinen Sachen anfangen, dass man wirklich da in sich auch Vertrauen kriegt.

00:05:48: Und ja, zu grenzen heißt jetzt muss gucken dass es mir gut geht und wenn jemand mich nicht mag deswegen dann ist es so.

00:05:57: aber ich viele wollen ja dass es den anderen gut geht und vernachlässigen sich selber obwohl ja ich erstmal die wichtigste person für mich bin für die sorgen muss.

00:06:06: Wichtig, was ich jetzt da rausgehört habe, ist diese Vorbereitungen.

00:06:09: Das heißt, wenn ich in die Situation komme, ja oder nein sagen zu müssen und ich möchte oder ich will nein sagen, dann ist es vielleicht gut, wenn ich mich schon mal gedanklich darauf eingestellt habe, ich sage hier nein.

00:06:20: Also das ist ja auch etwas, was man durchaus trainieren kann und auch ein Thema, dass das Schlagfertigkeit, die du dann vielleicht auch brauchst, um zu reagieren, bedeutet auch, das musst du trainieren.

00:06:32: Deswegen darf man auch solche Situationen durchaus mal im Kopf durchgehen.

00:06:37: Ja, das ist gut, wenn man darauf vorbereitet ist, dann kann man einfach sich auch ein paar Sätze schon mal zurechtlegen.

00:06:43: Manchmal gibt es auch spontane Situationen, da würde ich auch immer wieder aufs erste Gefühl hören, wenn es nicht stimmig ist, dass man einfach sagt, entweder ich kann das nicht noch zusätzlich annehmen oder wie auch jetzt die Situation ist, dass man einfach dann sagt, man kann das ja auch freundlich verpacken, eine Grenze.

00:06:57: Vielleicht

00:06:58: auch umdrehen, das heißt in dem Moment, dass ich vielleicht rückblickend nochmal schaue, wo habe ich ja gesagt, obwohl ich es gar nicht wollte.

00:07:05: Und wann ist es vielleicht passiert?

00:07:08: Ja, man kann das auch korrigieren, wenn man zu oft ja gesagt hat, wenn wir ein Beispiel bei den Zusatzaufgaben bleiben, das habe ich auch gemacht.

00:07:16: Ich habe dann gesagt, so und so, das habe ich, das habe ich, das ist zu viel.

00:07:20: Was können wir wem abgeben, um das dann gerechter zu verteilen?

00:07:24: Und das ging dann auch.

00:07:25: Aber man muss wirklich in sich bleiben, man muss innerlich überzeugt sein davon.

00:07:29: Wenn ich mich ganz unsicher ins Gespräch gehe, ich will nein sein, aber ich weiß jetzt nicht genau, mein Gott, nachher hat er mich nicht, mag er mich nicht mehr oder ... Das ist natürlich schlecht.

00:07:38: Man sollte innerlich schon sehr überzeugt davon sein und auch in dieser Klarheit ins Gespräch gehen.

00:07:44: Und oft energetisch spüren die Menschen schon, ob man klar ist oder nicht.

00:07:47: Das heißt ... öfter mal schauen, wo möchte ich nein sagen, vielleicht auch vorher schon festhalten, dass das so ist.

00:07:54: Und ja, der Versuch gehört halt auch dazu.

00:07:57: Das heißt, bis ich vielleicht ein klares Nein hinbekomme, brauche ich vielleicht mal drei, vier Situationen, aber wenn ich es nicht übe, schaffe ich es nicht.

00:08:04: Es ist ja auch Persönlichkeitsentwicklung, dass man immer klarer wird zu sie steht und auch ganz klar kommuniziert, was haben wir euch doch nicht.

00:08:12: Wenn du spürst, dass da mehr sein darf als nur funktionieren, dann bleib dabei, abonniere den Podcast und komm mit auf die

00:08:20: Führungsreise.

00:08:21: Der

00:08:22: Podcast für innovative

00:08:23: Führung und visionäres Management von und mit Stefanie Brings.

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